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Reuter, Ernst; 1889-1953   (anzeigen)

P20 Personenarchiv

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Ernst Rudolf Johannes Reuter war ein deutscher Politiker und Kommunalwissenschaftler. In bürgerlichen Verhältnissen aufgewachsen, wandte sich Reuter während seines Studiums dem Sozialismus zu. Von 1912 an gehörte er der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) an und betätigte sich für sie als Wanderredner und Journalist. Nachdem er im Ersten Weltkrieg in russische Kriegsgefangenschaft geraten war, stellte er sich nach der Oktoberrevolution in den Dienst der Bolschewiki und wirkte als Volkskommissar im Siedlungsgebiet der Wolgadeutschen in Saratow. Von 1919 bis zu seinem Ausschluss 1922 gehörte er der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD) an. Das Amt des Generalsekretärs dieser Partei bekleidete er von August bis Dezember 1921. Über die Unabhängige Sozialdemokratische Partei Deutschlands (USPD) kam Reuter 1922 wieder zur SPD, für die er 1926 Berliner Stadtrat für Verkehr wurde. 1931 wechselte er nach Magdeburg in das Amt des Oberbürgermeisters dieser Stadt. Nach seiner Amtsenthebung durch die Nationalsozialisten und zweimaliger Konzentrationslager-Haft ging Reuter 1935 ins türkische Exil. Ende 1946 kehrte Reuter nach Berlin zurück und amtierte als Stadtrat für Verkehr und Versorgungsbetriebe. Im Nachkriegs-Berlin entwickelte er sich rasch zum wichtigsten sozialdemokratischen Politiker. Als Konsequenz der Berliner Blockade wurde er zum Oberbürgermeister der Westsektoren gewählt und stieg zum international bekannten Repräsentanten Berlins auf. Er setzte sich für die Gründung eines westdeutschen Staates ein und sorgte für eine enge Verknüpfung West-Berlins mit der Bundesrepublik. (aus Wikipedia)


Lebensdaten: 1889-1953
Beruf: Regierender Bürgermeister von Berlin
Ausschnitte: 1921-2000
Deutsche Nationalbibliothek: http://d-nb.info/gnd/118599968
DBpedia: http://dbpedia.org/resource/Ernst_Reuter
VIAF: http://viaf.org/viaf/40170952

Dokumente

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ZBW, 2011-05-23 07:14:34   (App v0.3.8)  -   Impressum

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